Medroxyprogesterone

Medroxyprogesterone

Dosierung
10mg
Paket
360 pill 180 pill 120 pill 90 pill 60 pill 30 pill
Gesamtpreis: 0.0
  • In unserer Apotheke können Sie Medroxyprogesteron auf Rezept kaufen. Es ist in fast allen Märkten verschreibungspflichtig (Rx-only).
  • Medroxyprogesteron wird zur Empfängnisverhütung, Behandlung von gynäkologischen Störungen wie Endometriose und Gebärmutterblutungen sowie bei bestimmten Krebsarten eingesetzt. Es wirkt als synthetisches Gestagen durch Hemmung des Eisprungs und Veränderung der Gebärmutterschleimhaut.
  • Übliche Dosierung: Zur Empfängnisverhütung 150 mg intramuskulär alle 3 Monate bzw. 104 mg subkutan alle 3 Monate; bei Endometriose 5-10 mg Tabletten täglich für 5-10 Tage pro Zyklus.
  • Applikationsform: Tabletten (oral), intramuskuläre Injektion, subkutane Injektion oder Kombinationspräparate.
  • Wirkungseintritt: Bei Depot-Injektionen langsame Aufnahme mit Wirkbeginn innerhalb weniger Tage zur Kontrazeption.
  • Wirkdauer: Depot-Injektionen wirken für 12-14 Wochen zur Empfängnisverhütung.
  • Alkoholeinnahme: Keine spezifische Wechselwirkung bekannt, bei Tabletteneinnahme generell Zurückhaltung empfohlen.
  • Häufigste Nebenwirkungen: Menstruationsstörungen oder Ausbleiben der Blutung, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen.
  • Möchten Sie Medroxyprogesteron rezeptfrei ausprobieren?
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Basisinformationen Zu Medroxyprogesterone

Kategorie Details
INN Medroxyprogesterone (Acetat)
Marken Depo-Provera® (Spritze)
Provera® (Tabletten)
Farlutal® (Italien)
Generische Präparate
ATC-Codes G03AC06 (Verhütung)
L02AB02 (Krebstherapie)
G03DA02 (Hormonbehandlung)
Darreichungsformen Tabletten für oral Einnahme (2.5mg, 5mg, 10mg)
Intramuskulär-Injektion (150mg/ml)
Subkutan-Injektion (104mg/0.65ml)
Hersteller Pfizer (Originale)
Teva/Mylan/Sandoz (Generika)
Zulassung Von der European Medicines Agency geprüft und zugelassen
Rezeptpflicht Rezeptpflichtig (Rx-only)

Medroxyprogesterone Acetat gilt unter deutschen und europäischen Medikamentenzulassungsbestimmungen als verschreibungspflichtiger pharmazeutischer Wirkstoff. Bei Apothekenbestellungen bitte immer den vollständigen Namen des Medikaments nennen, da verschiedene Generika Medroxyprogesteron anbieten. Weitere Herstellerinformationen finden Sie unter European Medicines Agency offiziellen Informationen.

Pharmakologie: Wirkweise Und Stoffwechsel

Der Wirkmechanismus ist vielschichtig: Als künstliches Gestagen blockt Medroxyprogesteron den Eisprung durch Unterdrückung bestimmter Hirnsignalstoffe. Gleichzeitig verändert sich der Gebärmutterschleim und Sperma kann schwerer eindringen. Bei Blutungsstörungen stabilisiert es die Gebärmutterschleimhaut. Die Geschwindigkeit der Wirkung hängt wesentlich von der Darreichungsform ab. Tabletten wirken innerhalb von 1-2 Stunden, während die Depo-Provera Spritze einen Langzyklus mit Wirkung für etwa 3 Monate startet.

  • Start: Tabletten binnen 3h maximaler Wirkspiegel, Depotspritze: allmählich nach Tagen
  • Leberabbau: Verstoffwechselung über CYP3A4-Enzyme in der Leber
  • Ausscheidung: Vorrangig über die Nieren als inaktive Verbindungen
  • Halbwertszeit: Oral ~12 Stunden, Injektion ~50 Tage

Besondere Vorsicht bei Medikamenten-Kombinationen: Bestimmte Substanzen wie Epilepsiemedikamente (Carbamazepin) oder Rifampicin beschleunigen den Abbau des Wirkstoffs und lassen den Hormonspiegel gefährlich sinken. Bei Alkohol sind klinisch relevante Hormonwechselwirkungen nicht bekannt - ein Glas Wein beeinträchtigt die Wirksamkeit nicht. Das Zustandsbild der Leber beeinflusst jedoch den Stoffwechsel: Kranke Leberzellen verlängern die Wirkdauer. Pharmakokinetische Studiennachweise entnehmen Sie renommierten Quellen wie NCBI Publikationen

Zugelassene Anwendungen Und Off Label Use

Dieses Gestagen erfüllt mehrere wissenschaftlich anerkannte Funktionen: Erstens zählt die hochsichere Verhütung zur Kerneinsatzbezeichnung, wobei Frauen die Depotspritze alle 12 Wochen erneuern lassen. Zweitens behandelt es spezifische Gebärmutterprobleme - etwa unkontrollierte Blutungen oder das Ausbleiben der Regel. Drittens dient es als unterstützende Behandlung bei Krebsformen wie Gebärmutterschleimhaut- oder Nierenkrebs in fortgeschrittenen Stadien.

Neben den regulär zugelassenen Gebieten setzen Gynäkologen Medroxyprogesteron auch bei spezielleren Situationen ein. Beispiele hierzu:

  • Linderung von Endometriose-Symptomen
  • Schutz der Gebärmutterschleimhaut bei Östrogentherapien in den Wechseljahren
  • Vorbeugung neuer Krebsherde nach Tumoroperationen (Off-Label)
  • Geschlechtsangleichende Behandlungen

Bei bestimmten Patientengruppen gelten gesonderte Verhaltensregeln. Kinder erhalten es maximal zur Hemmung verfrüht einsetzender Pubertätsprozesse. Bei älteren Personen kann eine längere Anwendung zu Knochenmasseverlust führen. Absolut verboten ist der Wirkstoff während Schwangerschaften: Tierversuche weisen auf kindliche Fehlbildungen hin. Stillende Frauen müssen auf Alternativen ausweichen, weil Medroxyprogone über die Muttermilch abgegeben wird.

Medroxyprogesterone Dosierung & Anwendung im Detail

Die richtige Dosierung von Medroxyprogesterone hängt vom Anwendungszweck und der Darreichungsform ab. Diese Tabelle gibt einen Überblick:

Anwendung Dosierung Hinweise
Kontrazeption (Spritze, Muskel) 150 mg alle 12-13 Wochen Intramuskulär (IM)
Kontrazeption (Spritze, Unterhaut) 104 mg alle 12-13 Wochen Subkutan (SC)
Uterusblutungen (Tabletten) 5-10 mg täglich für 5-10 Tage Zyklische Gabe ab Zyklustag 16-21
Krebsbehandlung 200-400 mg wöchentlich IM Individuelle Therapieanpassung erforderlich

Dosierungsanpassungen bei Besonderheiten

Bei eingeschränkter Leberfunktion ist Vorsicht geboten. Bei schwerer Insuffizienz darf Medroxyprogesterone nicht verwendet werden. Leichte bis mittlere Einschränkungen erfordern regelmäßige Kontrollen. Für Nierenpatienten existieren keine spezifischen Dosisanpassungen, aber engmaschige Überwachung wird empfohlen, da sich Metaboliten anreichern könnten. Bei älteren Patienten kommt die niedrigste wirksame Dosis zum Einsatz, zusätzlich ist ein Knochenmonitoring ratsam, besonders bei Risikofaktoren für Osteoporose.

Behandlungsdauer und praktische Hinweise

Die Anwendungsdauer variiert: Zur Verhütung ist Langzeitanwendung möglich mit jährlicher Nutzen-Risiko-Bewertung. Bei gynäkologischen Beschwerden erfolgt die Gabe kursweise. Bei gynäkologischen Beschwerden erfolgt die Gabe kursweise. Bei Krebserkrankungen richtet sich die Dauer nach Therapieziel und Verträglichkeit. Bei versäumter Injektion sollte diese umgehend nachgeholt werden. Bei über 14 Wochen Verspätung muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen und zusätzliche Verhütung genutzt werden. Vergessene Tabletten werden nach Einnahmefehler sofort eingenommen, nahe der nächsten Dosis wird diese nicht verdoppelt. Eine Überdosierung zeigt sich durch Übelkeit oder Schwindel und erfordert symptomorientiertes Management. Die Lagerung erfolgt bei Raumtemperatur (15-25°C), lichtgeschützt sowie frostfrei. Verfärbte oder klumpige Injektionssuspensionen werden verworfen.

Sicherheit, Kontraindikationen & Nebenwirkungen von Medroxyprogesterone

Vor der Anwendung sind unbedingt Gegenanzeigen zu beachten. Komplett ausgeschlossen ist Medroxyprogesterone bei bestehender Schwangerschaft, akuten Thrombosen oder Lungenembolien, ungeklärten Genitalblutungen, diagnostiziertem Brust- oder Genitalkrebs sowie schweren Leberfunktionsstörungen. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Wirkstoff oder Hilfsstoffe darf es ebenfalls nicht verabreicht werden.

Vorsicht bei bestimmten Patientengruppen

Diese Patientengruppen bedürfen intensiver Überwachung:

  • Personen mit erhöhtem Thromboembolie-Risiko (Bettlägerigkeit)
  • Patienten mit Depression in der Vorgeschichte
  • Diabetiker oder Hypertonie-Patienten
  • Personen mit Migräne mit Aura
  • Patienten mit Osteoporose oder deren Risikofaktoren

Mögliche unerwünschte Wirkungen

Häufig treten Zyklusstörungen (Ausbleiben der Periode, Schmierblutungen) oder Gewichtszunahme auf. Kopfschmerzen, Bauchbeschwerden, Stimmungsschwankungen und Hautprobleme wie Akne sind ebenfalls oft beschrieben. Seltener kommt es zu Libidoverlust oder Haarausfall am Kopf. Potentiell schwerwiegende Nebenwirkungen wie Thrombosen zeigen sich durch Beinschwellungen oder Atemnot und erfordern sofortige medizinische Hilfe. Ähnliches gilt für schwere Depressionen mit Suizidgedanken oder Anzeichen allergischer Schockreaktionen.

Besondere Vorsicht gilt dem Knochenstoffwechsel: Bei Anwendung über zwei Jahre sollte regelmäßig die Knochendichte überprüft werden. Diabetiker benötigen engmaschige Blutzuckerkontrollen, Hypertoniker Blutdruckmonitoring.

Patientenerfahrungen & Berichte zu Medroxyprogesterone

Nutzerbewertungen zeigen ein polarisiertes Bild. Viele schätzen die hohe Verhütungssicherheit der Depot-Spritze. Kritiker merken den verzögerten Wiedereintritt der Fruchtbarkeit nach Absetzen an. Bei gynäkologischen Problemen erleben Nutzer unterschiedliche Resultate: Während Blutungsstörungen häufig gut kontrolliert werden, lindert Medroxyprogesterone Endometrioseschmerzen nur unregelmäßig.

Häufige Kritikpunkte in Erfahrungsberichten

Am häufigsten werden unvorhersehbare Blutungsmuster beklagt – von Dauerblutungen bis zum völligen Ausbleiben der Regel. Viele Anwender berichten über Gewichtszunahme sowie Stimmungsschwankungen, die als Gefühlsnebel oder Reizbarkeit beschrieben werden. Ein Rückgang der Libido wird ebenfalls häufig thematisiert.

Positiv erwähnen Patienten die Bequemlichkeit durch die selten notwendigen Anwendungen - besonders in der Krebsnachsorge oder bei starken Regelblutungen. Lokale Apothekenpraxis wird meist als gute Unterstützung gelobt.

Tipps aus der Praxis und Foren

Nutzer betonen Kalendereinträge für Spritztermine als entscheidend für Therapietreue. Bei Zyklusproblemen raten sie zu Geduld während der Eingewöhnung. Meinungen zu Generika entsprechen meist denen des Originalpräparats. Offene Gespräche mit Gynäkologen über Nebenwirkungen und Erfahrungsaustausch werden empfohlen (z.B. auf Plattformen wie MyHormon.de). Diskussionen über Blutzuckerschwankungen bei Diabetikerinnen unter Medroxyprogesterone sind eher selten vertreten.

Alternativen zu Medroxyprogesterone

Für Patientinnen, bei denen Medroxyprogesterone nicht infrage kommt, stehen in Deutschland verschiedene hormonelle Alternativen zur Verfügung.

Gängige Alternativen

Folgende Optionen werden häufig verordnet:

  • Desogestrel (Minipille oder Kombipille)
  • Levonorgestrel (Pille, Hormonspirale oder Pille danach)
  • Dienogest (spezifisch für Endometriose)
  • Norethisteron (Tabletten für kurzfristige Anwendung)
  • Gestoden (in Kombinationspillen)

Vergleich der Alternativen

AlternativePreisEffektivitätSicherheitsprofil
Desogestrel (Minipille)Mittel (15-25€/Monat)HochKein Thromboserisiko
Levonorgestrel-SpiraleHoch (300-500€/5J)Sehr hochLokale Wirkung
DienogestHoch (50-70€/Monat)HochGeringe Thrombosegefahr
NorethisteronNiedrig (8-15€/Packung)HochHormontypische Risiken
Gestoden-KombipilleMittel (20-30€/Monat)HochErhöhtes Thromboserisiko

Ärztliche Präferenzen in Deutschland

Die Depotspritze wird bevorzugt bei Compliance-Problemen, wenn Östrogen vermieden werden muss oder bei fehlendem nahem Kinderwunsch. Alternativen wie Minipillen oder Hormonspiralen gelten als erste Wahl bei Osteoporoserisiko, Depressionsneigung oder bei Patientinnen mit mittelfristigem Kinderwunsch. Blutungsunverträglichkeit und reversibler Verhütungswunsch sprechen ebenfalls für Alternativen.

Individuelle Auswahlstrategie

Die Entscheidung sollte Lebensumstände, Vorerkrankungen und Langzeitpläne berücksichtigen. Das Nebenwirkungsprofil jedes Präparats sowie individuelle Risikofaktoren wie Thromboseneigung oder Knochendichteveränderungen sind entscheidend. Gemeinsam mit Gynäkolog:innen können Patientinnen die passende Alternative finden, die Sicherheit und Verträglichkeit vereint.