Diltiazem

Diltiazem
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- Diltiazem behandelt Bluthochdruck, Angina pectoris und Herzrhythmusstörungen. Es wirkt als Calciumkanalblocker (Benzothiazepin-Derivat), der die Gefäßerweiterung fördert und die Herzfrequenz senkt.
- Die übliche Dosierung beträgt 120–360 mg täglich (bei Bluthochdruck anfangs 120–240 mg), abhängig von der Indikation und Formulierung.
- Verfügbar als Filmtabletten, Retardtabletten/-kapseln, Injektionslösung und topische Creme/Salbe (bei Analrissen).
- Die Wirkung setzt bei Standardtabletten innerhalb von 30–60 Minuten ein; bei Retardpräparaten kann der Beginn bis zu 2 Stunden dauern.
- Standardtabletten wirken 4–8 Stunden, Retardformulierungen halten bis zu 24 Stunden.
- Alkohol meiden – er verstärkt Blutdruckabfall und Nebenwirkungen wie Schwindel und Benommenheit.
- Häufigste Nebenwirkungen sind Knöchelödeme (Wassereinlagerungen), Kopfschmerzen und Schwindel.
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Basisinformationen zu Diltiazem
Parameter | Details |
---|---|
INN-Name | Diltiazem |
Deutsche Marken | Dilzem®, Diltelan® |
ATC-Code | C08DB01 |
Darreichungsformen | Filmtabletten (30-360 mg), Retard-Kapseln, Injektionslösungen |
Hersteller | Zentiva, Terumo, Sandoz |
Zulassungsstatus | Verschreibungspflichtig (Rx), BfArM-registriert |
Verpackungseinheiten | Blister mit 30/60 Einheiten, Krankenhausflaschen |
Diltiazem ist ein verschreibungspflichtiger Calciumantagonist zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Als Wirkstoff aus der Gruppe der Benzothiazepine wird er unter Markennamen wie Dilzem und Diltelan in Deutschland vertrieben. Verschiedene Darreichungsformen stehen zur Verfügung - von schnell freisetzenden Tabletten bis zu Retardpräparaten mit verzögerter Wirkstoffabgabe. Sämtliche Präparate unterliegen der Rezeptpflicht und sind ausschließlich über Apotheken beziehbar.
Wirkmechanismus und Pharmakologie
Calciumantagonisten wie Diltiazem hemmen selektiv den Einstrom von Calciumionen durch spezifische Kanäle in den Zellen von Herz und Blutgefäßen. Dieser Mechanismus bewirkt:
- Entspannung der Gefäßmuskulatur mit konsekutiver Senkung des Gefäßwiderstands
- Reduzierte Sauerstoffnachfrage des Herzmuskels
- Moderate Senkung der Herzfrequenz ohne Beeinträchtigung der Kontraktionskraft
Kinetische Eigenschaften
Die Wirkung oraler Standardtabletten beginnt nach 30-60 Minuten, wobei Retardpräparate bewusst verzögert freigesetzt werden. Die Halbwertszeit beträgt bei Standardformen 3-6 Stunden, bei Retardpräparaten verlängert sie sich auf 6-11 Stunden. Überwiegend wird Diltiazem über das Leberenzymsystem CYP3A4 metabolisiert und zu etwa 70% renal ausgeschieden.
Kritische Arzneimittelwechselwirkungen
Besondere Vorsicht ist bei Kombination mit Substraten des CYP3A4-Systems geboten. Simvastatin kann akute Myopathien auslösen, während Betablocker das Risiko gefährlicher Bradykardien erhöhen. Paracetamol und ACE-Hemmer gelten dagegen als vergleichsweise unproblematische Kombinationspartner. Eine regelmäßige Überprüfung der Medikation durch Fachpersonal ist bei Diltiazem-Therapie unabdingbar.
Therapeutische Anwendungsgebiete
EMA-zugelassene Indikationen
Die Europäische Arzneimittel-Agentur autorisiert Diltiazem für drei Hauptanwendungen: Behandlung der essentiellen Hypertonie, Therapie der stabilen Angina pectoris sowie zur Frequenzkontrolle bei Vorhofflimmern oder Vorhofflattern. Dabei kommen je nach Erkrankung unterschiedliche Dosierungen und Darreichungsformen zum Einsatz.
Off-Label-Anwendungen in Deutschland
Außerhalb der offiziellen Zulassung wird Diltiazem-Salbe (meist 2%ig) erfolgreich bei therapieresistenten Analrhagaden eingesetzt. Auch in der Migräneprophylaxe findet Diltiazem teilweise Anwendung, wenn Standardmedikamente nicht vertragen werden. Diese Einsatzbereiche erfordern jedoch eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung.
Besondere Patientengruppen
Bei älteren Patienten wird die Startdosis meist halbiert, während bei leichter Niereninsuffizienz keine Dosisanpassung erforderlich ist. In der Schwangerschaft darf Diltiazem nur bei strenger Indikationsstellung nach ausführlicher Aufklärung angewendet werden. Regelmäßige Kontrollen von Blutdruck, Puls und ggf. Leberwerten sind in allen Therapiephasen empfehlenswert.
D) Dosierung & Therapieleitfaden
Indikation | Startdosis Erwachsene | Maximaldosis/Tag |
---|---|---|
Hypertonie | 120–180 mg retard | 360 mg retard |
Angina pectoris | 180 mg retard | 360 mg retard |
Vorhofflimmern (akut) | 0.25 mg/kg i.v. | 15 mg i.v. |
Anwendungshinweise für Diltiazem-Präparate:
Diltiazem Retard-Tabletten müssen unzerkaut und ungeteilt geschluckt werden. Da der Wirkstoff kontrolliert freigesetzt wird, führt Zerkleinern zu einer unkontrollierten Wirkstofffreisetzung und erhöhtem Nebenwirkungsrisiko. Bewahren Sie alle Tablettenformen bei Raumtemperatur unter 25°C in Originalverpackungen auf, die vor Lichteinfall schützen. Nach versehentlich vergessener Einnahme gilt: Die Tablette kann innerhalb von bis zu acht Stunden nachgeholt werden. Bei größerem Zeitabstand zur nächsten geplanten Dosis setzen Sie die Einnahme regulär fort und verdoppeln Sie nicht. Beachten Sie bei intravenöser Gabe die Infusionsgeschwindigkeit gemäß Fachinformation.
E) Sicherheitsprofil & Kontraindikationen
Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen besteht strikte Gegenanzeige für Diltiazem. Dazu zählen AV-Block zweiten oder dritten Grades sowie das Sick-Sinus-Syndrom ohne funktionierenden Herzschrittmacher. Ebenso kontraindiziert ist die Anwendung bei kardiogenem Schock oder schweren hypotonen Zuständen.
Wesentliche unerwünschte Wirkungen betrefen häufig das Herz-Kreislauf-System. Fuß- und Knöchelödeme entstehen durch Vasodilatation und treten bei etwa 10% der Anwender auf. Kopfschmerzen durch Gefäßerweiterung bilden sich meist binnen weniger Wochen zurück. Hepatozelluläre Schädigung ist deutlich seltener und zeigt sich durch unspezifische Symptome wie Müdigkeit oder Leberwertanstieg im Blutbild. Akute Notfälle erfordern sofortiges Absetzen: Hierzu zählen ausgeprägte Bradykardien oder allergische Sofortreaktionen mit Kreislaufkollaps.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Kombinationstherapien mit Betablockern: Dies erhöht das Risiko für Herzblockierungen und erfordert EKG-Monitoring. Patienten mit Leberfunktionseinschränkung benötigen ggf. Dosisreduktion, da der Metabolismus hauptsächlich hepatisch erfolgt. Bei Niereninsuffizienz sind keine standardisierten Anpassungen notwendig, regelmäßige Kontrollen bleiben jedoch indiziert.
F) Patientenstimmen & Erfahrungen
Deutsche Patientenforen dokumentieren diverse Erfahrungsmuster unter Diltiazem-Therapie. Besonders häufig wird von Personen berichtet, die das Medikament nach Unverträglichkeiten gegenüber Betablockern erhielten. Ein Nutzer schreibt: "Mit Diltiazem bin ich deutlich weniger müde als früher mit Metoprolol, allerdings entwickelten sich bei mir nach vier Wochen Knöchelschwellungen". Berichte zu nächtlichem Blutdruckanstieg zeigen differenzierte Eindrücke: Während manche Patienten eine ausreichende Kontrolle auch nachts bestätigen, verweisen andere auf notwendige Dosisanpassungen.
Ein wiederkehrendes Thema ist die Optimierung der Medikamenteneinnahme. Viele Patienten nutzten zunächst Standard-Tabletten mit dreimal täglicher Einnahme, was zu Vergesslichkeit führte. Nach Umstellung auf Retardpräparate mit einmaliger Dosierung verbesserte sich deutlich die Therapietreue. Herausforderungen bestehen bei Nebenwirkungen: Ödeme veranlassen manche Patienten zur vorzeitigen Discontinuation, während andere durch Kompressionsstrümpfe und Beinhochlagerung Linderung erzielten.
G) Therapiealternativen im Vergleich
Präparat | Wirksamkeit | Monatspreis (€) | Vorteile |
---|---|---|---|
Verapamil | ∼18 | Etablierte Migräneprophylaxe | |
Amlodipin | ∼5 | Keine Auswirkung auf Herzfrequenz | |
Metoprolol | ∼8 | Standard bei Herzinsuffizienz |
Verapamil bietet als nicht-Dihydropyridin-Calciumantagonist ähnliche Effekte auf die Herzkranzgefäße, zeigt jedoch stärkere Effekte am AV-Knoten. Die Präparatewahl erfolgt daher unter Berücksichtigung individueller Begleiterkrankungen wie Migräne. Amlodipin gehört zur Gruppe der Dihydropyridine, wodurch keine Verlangsamung der Herzfrequenz auftritt. Das macht es bei Bradycardie-Risiko attraktiv. Preislich gehört es zu den kostengünstigsten Optionen. Metoprolol bleibt erste Wahl bei Bluthochdruck kombiniert mit Herzinsuffizienz, zeigt jedoch stärkere Einflüsse auf Bronchialsystem und Glukosestoffwechsel, was bei Asthma oder Diabetes Limitierungen schafft.
Marktlage in Deutschland
Diltiazem zählt zu den gut verfügbaren Herz-Kreislauf-Medikamenten im deutschen Apothekenmarkt. Über 98% der öffentlichen Apotheken (stationäre Apotheken wie Catena-Ketten sowie Versandapotheken) führen den Wirkstoff dauerhaft im Sortiment. Für gesetzlich Versicherte erfolgt die Kostenübernahme durch die Krankenkasse im Rahmen der Festbetragsregelung. Eine Standardpackung (60 Stück Diltiazem 60 mg) liegt hier bei etwa 6 Euro zuzüglich Rezeptgebühr.
Privat zahlende Patienten müssen zwischen 15 und 25 Euro für vergleichbare Original-Präparate veranschlagen. Verschiedene Packungsgrößen stehen zur Verfügung: Blister mit 30, 50 oder 100 Retardtabletten sind regulär lieferbar. Apotheken können oft Großpackungen mit 120-200 Stück über Sonderbestellungen beschaffen. Die Verfügbarkeit von Diltiazem-Generika diverser Hersteller sichert eine stabile Marktversorgung ohne Engpässe.
Forschung & Patentstatus
Pharmaforschende untersuchen aktuell neue Anwendungsgebiete für Diltiazem. Eine vielversprechende Phase-II-Studie kombiniert den Calciumantagonist mit Sacubitril zur Behandlung systolischer Herzinsuffizienz. Ziel ist die verbesserte Blutdruckkontrolle bei reduzierter Ödem-Neigung.
Die Basispatente für Diltiazem sind vollständig abgelaufen. Dutzende Generika-Hersteller bieten kostengünstige Alternativen unter verschiedenen Markennamen an. Für 2025 wird ein transdermales Diltiazem-Pflaster erwartet. Diese Innovation soll durch Umgehung des Leberstoffwechsels (First-Pass-Effekt) eine gleichmäßigere Wirkstofffreisetzung ermöglichen und Nebenwirkungen reduzieren. Im Gegensatz zu neueren Antihypertensiva steht für Diltiazem keine Verlängerung des Patentschutzes an.
Häufige Patientenfragen
Darf ich Diltiazem mit Grapefruitsaft einnehmen?
Nein. Grapefruits hemmen das Enzym CYP3A4 und reduzieren den Abbau von Diltiazem. Dies kann zu gefährlicher Wirkstoffanreicherung führen.
Verursacht Diltiazem Haarausfall?
Es existiert keine wissenschaftliche Evidenz für diesen Zusammenhang. In klinischen Studien wurde Haarverlust nicht als Nebenwirkung dokumentiert.
Ist Diltiazem rezeptfrei erhältlich?
Nein. Diltiazem unterliegt stets der Rezeptpflicht (§ 48 AMG) und darf nur gegen ärztliche Verschreibung abgegeben werden.
Richtige Anwendung – Patientenleitfaden
Einnahmeempfehlungen
Die tägliche Dosis sollte morgens mit einem Glas Leitungswasser eingenommen werden. Diltiazem-Retardtabletten dürfen nicht zerbrochen oder gekaut werden.
Störfaktoren und Kontraindikationen
Folgende Substanzen sind unbedingt zu meiden: • Alkohol (verstärkt hypotensive Effekte) • Starke CYP3A4-Hemmer wie Clarithromycin oder Ketoconazol • Grapefruitprodukte jeglicher Form
Therapieoptimierung und Selbstkontrolle
Führen Sie ein Blutdruck-Tagebuch mit morgendlichen und abendlichen Messungen. Bei Knöchelödemen helfen Kompressionsstrümpfe und systematische Beinhochlagerung nach dem Liebscher-Bracht-Prinzip.
Wichtige Sicherheitshinweise
Setzen Sie Diltiazem niemals abrupt ab – dies kann gefährliche Blutdruckanstiege (Rebound-Hypertonie) auslösen. Die Lagerung erfolgt in der Originalblisterverpackung bei Raumtemperatur (15-25°C), nicht im feuchten Badezimmer. Bei Dosierungsfehlern oder unregelmäßiger Einnahme kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt.