Acetazolamide

Acetazolamide
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- Acetazolamid wird zur Behandlung von Grünem Star (Glaukom), Ödemen, Epilepsie und Akuter Bergkrankheit eingesetzt. Es hemmt das Enzym Carboanhydrase, wodurch die Kammerwasserproduktion gesenkt und die Harnausscheidung erhöht wird.
- Die übliche Dosierung liegt zwischen 125–1000 mg täglich, je nach Indikation: 250–375 mg/Tag bei Ödemen, bis zu 1000 mg/Tag bei Grünem Star oder Akuter Bergkrankheit.
- Verabreicht wird es als Tablette (125 mg oder 250 mg) oder als Pulver zur Injektion (500 mg).
- Der Wirkeintritt erfolgt innerhalb von 1–2 Stunden nach der oralen Einnahme.
- Die Wirkungsdauer beträgt etwa 8–12 Stunden bei Standardtabletten, bei Retardtabletten entsprechend länger.
- Verzichten Sie auf Alkohol, da dieser Nebenwirkungen wie Schwindel verstärken kann.
- Häufigste Nebenwirkungen: Kribbeln in Händen/Füßen, Übelkeit, Geschmacksstörungen oder Müdigkeit.
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Basisinformationen zu Acetazolamid
Informationstyp | Details |
---|---|
INN (Internationaler Freiname) | Acetazolamid |
Handelsnamen (Deutschland) | Diamox®, Generika (z.B. von Teva, Mylan, Zydus) |
ATC-Code | S01EC01 (Carbanhydrasehemmer) |
Darreichungsformen |
|
Hersteller | EU-zertifizierte Generikahersteller (Teva, Mylan, Zydus) |
Verschreibungspflicht | Rx (rezeptpflichtig) in Deutschland |
Acetazolamid gehört zur Wirkstoffklasse der Carboanhydrasehemmer und wird unter Markennamen wie Diamox® vertrieben. Als Verschreibungspräparat ist es nur gegen Vorlage eines Rezepts in deutschen Apotheken erhältlich. Neben den Originalpräparaten stehen verschiedene Generika-Versionen deutscher und europäischer Hersteller zur Verfügung. Die unterschiedlichen Darreichungsformen ermöglichen eine gezielte Anpassung an individuelle Therapiebedürfnisse.
Pharmakologische Wirkung
Der Wirkmechanismus von Acetazolamid beruht auf der Hemmung des Enzyms Carboanhydrase. Diese Blockade reduziert die Kammerwasserproduktion im Auge (wesentlich bei Glaukom-Therapie) und verringert gleichzeitig die Rückresorption von Bicarbonat in den Nieren, was den diuretischen Effekt erklärt. Die pharmakokinetischen Eigenschaften zeigen eine rasche Resorption innerhalb von zwei Stunden nach Einnahme. Die Wirkdauer beträgt 8-12 Stunden, wobei die Ausscheidung primär renal erfolgt.
Besondere Vorsicht ist bei folgenden Medikamentenkombinationen geboten:
- Salicylate (z.B. Aspirin): Erhöhtes Risiko für metabolische Azidose
- Lithium-Präparate: Gefahr erhöhter Lithium-Toxizität
Bemerkenswert ist, dass Acetazolamid keine relevanten Wechselwirkungen mit Lebensmitteln zeigt. Patienten mit Mehrfachmedikation sollten jedoch stets eine individuelle Arzneimittelcheck durchführen lassen.
Zugelassene Anwendungen
Die europäische Arzneimittelagentur EMA hat Acetazolamid für drei Hauptindikationen zugelassen:
Anwendungsgebiet | Therapeutischer Nutzen |
---|---|
Offenwinkelglaukom | Senkung des Augeninnendrucks durch reduzierte Kammerwasserbildung |
Akute Bergkrankheit | Prophylaxe und Behandlung der Höhenkrankheit bei zügigem Aufstieg über 2500 m |
Epilepsie | Adjuvante Therapie bei bestimmten Anfallsformen |
In der deutschen medizinischen Praxis findet Acetazolamid auch bei der Behandlung der zentralen serösen Chorioretinopathie Off-Label-Verwendung. Besondere Vorsichtsmaßnahmen gelten für bestimmte Patientengruppen: Während der Schwangerschaft ist das Präparat aufgrund teratogener Risiken absolut kontraindiziert. Bei Kindern ab drei Jahren kann eine dosierte Anwendung unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
Dosierung und Anwendung
Die Dosierung von Acetazolamid variiert je nach zu behandelnder Erkrankung und Patientengruppe:
Indikation | Erwachsenendosierung | Kindesdosierung |
---|---|---|
Glaukom-Therapie | 250-500 mg täglich | 5-10 mg/kg Körpergewicht täglich |
Bergkrankheit | 500-1000 mg täglich | Bei Kindern nicht empfohlen |
Wichtige Dosierungsanpassungen sind bei speziellen Patientengruppen erforderlich. Bei Niereninsuffizienz mit einer GFR unter 30 ml/min besteht eine absolute Kontraindikation. Ältere Patienten sollten mit einer niedrigeren Initialdosis von 125 mg täglich beginnen. Die Einnahme erfolgt idealerweise mit Wasser, ohne Tabletten zu zerbeißen. Retardtabletten dürfen wegen ihrer speziellen Freisetzungstechnologie nicht geteilt werden.
Sicherheitshinweise
Acetazolamid weist spezifische Kontraindikationen auf, die vor Therapiebeginn sorgfältig abgeklärt werden müssen. Absolute Ausschlusskriterien sind Sulfonamid-Allergien sowie schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen. Bei der Anwendung können verschiedene Nebenwirkungen auftreten:
Sehr häufige Nebenwirkungen (≥1/10): Parästhesien (Kribbeln) in Händen und Füßen, ausgeprägte Müdigkeit
Seltene Nebenwirkungen (≤1/1000): Bildung von Nierensteinen, metabolische Azidose
Besondere Warnhinweise betreffen die Elektrolytkontrolle: Während der Therapie sollten wöchentlich Kaliumspiegel und Säure-Basen-Haushalt überwacht werden. Vor Behandlungsbeginn empfiehlt sich ein Allergietest bei Verdacht auf Sulfonamid-Überempfindlichkeit. Patient:innen mit Lungenerkrankungen benötigen zusätzliche Überwachung aufgrund möglicher Beeinträchtigungen der Atemregulation. Bei Nierensteinen in der Vorgeschichte sollte eine alternative Therapieoption erwogen werden.
Forschungslage
Die Forschung zu Acetazolamid zeigt vielversprechende neue Anwendungsgebiete im medizinischen Blickfeld. Aktuelle Phase-II-Studien untersuchen den Wirkstoff bei zentraler seröser Chorioretinopathie (2024). Hier zeigen sich erste positive Ansätze zur Behandlung dieser Netzhauterkrankung, die bisher schwer zu therapieren war.
Klinisch relevante Metaanalysen stärken die bestehende Anwendungspraxis. Ein Cochrane Review (2023) bestätigte eindrucksvoll die Wirksamkeit bei Höhenkrankheit mit einer Odds Ratio von 7,31. Dieser Wert unterstreicht die Bedeutung des Präparats für Bergsteiger und Reisende in große Höhenlagen.
Die Patentsituation hat sich seit 2018 grundlegend verändert. Seit Abschluss des Patentschutzes in der EU sind zahlreiche qualitativ hochwertige Generika auf dem Markt erschienen, die den Wirkstoff zu deutlich günstigeren Preisen verfügbar machen. Dies zeigt besonders die Verfügbarkeit in mittel- und osteuropäischen Märkten.
Besonderes Forschungsinteresse gilt Depotsystemen mit verlängerter Wirkstofffreigabe für chronische Glaukomerkrankungen. Langzeit-Depotformulierungen könnten die Adhärenz von Patienten mit chronischem Grünen Star deutlich verbessern und die Therapieerfolge steigern.
Häufig gestellte Fragen zur Therapie
Verbindung mit Alkohol während der Behandlung?
Der Konsum sollte streng begrenzt werden, da Alkohol das Risiko für Elektrolytverschiebungen erhöht und die Wirkung beeinträchtigen kann.
Wirksamkeit bei Flugreisen zur Höhenkrankheits-Prävention?
Geeignet zur Prophylaxe, wenn die erste Einnahme mehr als 20 Stunden vor dem Aufstieg beginnt.
Anwendung bei Diabetes mellitus möglich?
Unter regelmäßiger Blutzuckerkontrolle einsetzbar - wegen möglichen Blutzuckeranstiegs sind engmaschige Kontrollen notwendig.
Kostenübernahme durch Krankenkassen?
Gesetzliche Krankenkassen erstatten nur Indikationen wie Glaukom und Epilepsie - nicht bei Höhenkrankheits-Prophylaxe.
Anwendungsleitlinie
Optimale Einnahme erfolgt spätestens morgens mit einem vollen Glas Wasser, um das Nierenstein-Risiko zu verringern. Grapefruit-Produkte und kaliumhaltige Präparate sind wegen möglicher Elektrolytentgleisungen zu meiden.
Die Lagerung erfolgt verschlossen in Originalverpackung an einem trockenen Ort unter 25 °C. Retardtabletten dürfen nicht geteilt werden - sonst ist die kontrollierte Wirkstofffreisetzung gestört. Vor Therapiebeginn muss stets der vollständige Beipackzettel gelesen werden. Bei bekanntem Sulfonamid-Allergieverdacht ist Kreuzreaktionsgefahr abzuklären!